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hoffnungskirche, stuttgart

Die Hoffnungskirche liegt im dicht bebauten Stuttgarter Westen. Für eine Kirche eher untypisch ist sie in die geschlossene Blockrandbebauung integriert.

Auf Straßenniveau befinden sich die Gemeinderäume, der Kirchenraum ist, wie vielen methodistischen Stadtkirchen, im Obergeschoss untergebracht und über ein 2-geschossiges Foyer erschlossen.

Der Ende der 50er-Jahre errichtete Bau ist ein typisches Kind seiner Zeit. Die Ästhetik der 50er-Jahre ist bis ins Detail erhalten geblieben, aber merklich in die Jahre gekommen.

Ziel der Umbauten ist es einerseits die Kirche zur Silberburgstraße hin zu öffnen, das Erdgeschoss mit den Gemeinderäumen übersichtlicher und einladend zu gestalten, sowie den Kirchenraum zu überarbeiten. Um das 2-geschossige Treppenhaus als offenes Foyer nutzen zu können, mussten neue Fluchtwege geschaffen werden.

Grundlage für die Gestaltung war eine Analyse der bestehenden Oberflächen und Materialien im Raum und die Wertschätzung der ausdruckstarken Gestaltung der 50er-Jahre. Als besonders entscheidend wurde die lebendige Oberflächenstruktur der einzelnen Bauteile erkannt, die eine starke Licht- und Schattenwirkung erzeugt und durch die bewusste Gegenüberstellung von Fläche und Linie, sehr leicht wirkt.
Als weiteres prägendes Element ist das Licht zu nennen, das durch die Oberlichtbänder den Raum mit Tageslicht versorgt.
Ziel des Konzepts ist es, diese prägenden Elemente (Struktur, Licht, Schatten) zu erhalten, ihnen gleichzeitig aber eine neue Frische und durch die Reduzierung auf das Wesentliche auch eine Stärkung zu verleihen.

So sollten die verputzen Wandoberflächen keine unterschiedliche Farbgebung mehr haben, sondern mit einem einheitlichen weißlichen Farbton gestrichen werden, um ihre unterschiedlichen Oberflächen zu Geltung zu bringen. Ebenso wurden die stark- nachgedunkelten Hölzer an Decke, Orgel, und Kanzel mit einer hellen Lasur versehen, um die Wahrnehmung hin zum Licht- und Schattenspiel der Struktur zu schaffen.
Durch die Reduzierung der Materialfarben wurden die Lichtfarben im Raum erlebbar und wichtig. Dies betrifft das warme künstliche Licht, aber besonderes auch das Tageslicht, das durch die Oberlichtfenster fällt. Durch farbige Gläser vor den Oberlichtfenstern wird der Raum vom Sonnenlicht eingefärbt und damit eine sakrale Atmosphäre erzeugt

ort
Stuttgart,
Silberburgstraße

bauherr
Ev. methodistische Kirche

programm
Neugestaltung Kirchenraum
Öffnung Foyer
Architektur der 50er Jahre

team
Jens Krimmel, Kristin Lazarova
Gerd Jütten, Fotografie