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halle am schinderwasen, blaubeuren

Die Entscheidung der Stadt Blaubeuren, die neue Mehrzweckhalle zwischen die beiden Stadtteile Beiningen und Pappelau auf die grüne Wiese zu setzen, war nicht unumstritten.

Hier sollte der Neubau den ersten Baustein der neuen Mitte für das Zusammenwachsen der beiden Stadtteile bilden.

Dieser besonderen Lage, in Sichtweite zweier Ortschaften, umgeben von Feldern und Wald soll der Entwurf durch Material, Form und Funktionen Rechnung tragen:
Der Baustoff Holz spielt eine wesentliche Rolle, da er einerseits als nachwachsender und CO2-neutraler Rohstoff die Basis für ein ökologisches und nachhaltiges Konzept darstellt, andererseits ist Holz als Baustoff in der ländlichen Umgebung beheimatet und häufig anzutreffen.

Holz wird für die tragenden Bauteile wie Dachtragwerk und Deckenkonstruktionen, für wesentliche Innenoberflächen und auch für die Außenhülle eingesetzt.

Der Baukörper ist aus der Ferne klar und markant, bei näherer Betrachtung wird er differenziert und vielschichtig.

Die Gebäudelängsseiten orientieren sich exakt zu den beiden Ortschaften in der Ferne und bauen in der inneren Gebäudestruktur wichtige Blickbeziehungen auf.
Zur Südseite entsteht unter dem auskragenden Dachtragwerk ein weiter witterungsgeschützter Vorplatz, der in ähnlicher Form an Scheunen in der näheren Umgebung wieder zu finden ist.

ort
Blaubeuren
Hochsträß

bauherr
Stadt Blaubeuren

programm
Sporthalle 22x36m
Versammlungsräume

team
Jens Krimmel, Kay Frahm
Kerler+Morgen, Tragewerk
IB Bohnacker+Puscher, Haustechnik
Stefan Wagner, Bauphysik
Gerd Jütten, Fotografie
MüllerBlaustein, Holzbau