wohnprojekt silberburgstraße
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde neben der Untersuchung des baulich technischen Zustands auch nach Möglichkeiten gesucht, die Wohnnutzung enger mit der Kirchengemeinde zu verknüpfen. Ziel des Projektes soll ein vielfältiges Zusammenleben verschiedener Generationen und Lebensrealitäten sein.
Während Studierenden, die zentrale Lage wichtig ist, benötigen Familien größere, flexiblere Grundrisse und Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine barrierefreie Erschließung.
Wohnungen werden um neue Balkone ergänzt oder bestehende Balkone erweitert. Eines der Dachgeschosse wird im Zuge der Dachsanierung um eine 4-Zimmer Wohnung erweitert. Durch die neue Fassade ist das Gebäude in Zukunft deutlich besser gedämmt und die PV-Anlagen auf den Dächern versorgen die Wohnungen mit erneuerbarer Energie.
Neben der Verbesserung des direkten Wohnumfeldes wurde auch ein großer Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gesetzt.
Der ehemals als Parkplatz genutzte Innenhof wird entsiegelt und begrünt und kann in Zukunft als Treffpunkt für die Gemeinde und Bewohner genutzt werden.
Auch viele andere Maßnahmen der Sanierung greifen aktuelle Themen des Architekturdiskurses auf. Die Fassadenkonstruktion wird kreislauffähig aus Holzrahmen mit Zellulosedämmung ausgeführt, die Aluminiumwelle an der Fassade war ursprünglich an einer Industriehalle in München verbaut und findet nun hier eine neue Verwendung.
Die intensive Fassadenbegrünung dient neben der Verschattung der Wohnungen, der Verbesserung des Mikroklimas und gibt den Gebäuden eine wohltuendes Erscheinungsbild in der sonst kaum begrünten Silberburgstraße.
ort
Stuttgart, Silberburgstraße
bauherr
Ev. methodistische Kirche
programm
gemeinschaftliches urbanes Wohnen
team
Jens Krimmel
Jasmin Kast
Peer Pfeiffer
Louis Seyler


